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Verarbeitung von A bis Z

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Blindprägung
Diese Form der Veredelung kommt ohne Farbe aus und wird mittels eines Prägestempels in den Bedruckstoff eingepresst. Sie kann ein- oder mehrstufig und sogar im Relief angelegt werden.
Cellophanierung
Eine dünne Folie, matt oder glänzend, wird auf den fertigen Druck kaschiert. Dieser wird griffiger und erhält gleichzeitig einen scheuerfesten Oberflächenschutz.
Duftlackierung
Eine andere Variante des partiellen Lackes sind die Duftlacke, deren Öle in der Lackschicht verkapselt sind. Erst durch das Reiben mit dem Finger wird der Duft freigesetzt.
Falzen
Falzen ist das scharfkantige Umbiegen von Papier an einer vorbereiteten oder nicht vorbereiteten Stelle entlang einer geraden Linie nach vorgegebenen Maßen.
Französische Broschur
Auch englische Broschur genannt, gehört sie zu den Weichbroschüren (Softcover). Sie hat einen 8seitigen Umschlag (vier Blatt gerillt und gefalzt), dessen Innenseiten ausklappbar sind.
Heißfolienprägung
Eine Folie, meist eine Gold- oder andere Farbfolie, wird mittels Prägestempel partiell flach oder im Relief auf die Oberfläche des Bedruckstoffes gesiegelt. Seinen Einsatz findet der metallische Effekt oft beim Verpackungs- und Etikettendruck. Farblose Folien mit Perlmutt- oder Hologrammeffekten werden z.B. bei Eintrittskarten angewendet.
HF-Schweißen
Hochfrequenzschweißen ist ein Verfahren, bei dem Materialien aus PVC oder PVC-beschichtetem Gewebe durch Wärme und Druck fest miteinander verbunden werden können. Das Prinzip gleicht dem der Mikrowellengeräte: Spezielle HF-aktivierbare Stoffe, welche durch zum Beispiel Kleber, auch Textilien zugefürt werden können, werden elektrisch durch Molekularschwingungen (Reibungswärme) erwärmt und lassen das Material mit dem Gegenstück verschweißen.
Hohlsaum
Eine Stoffkante wird umgelegt, damit ein Tunnel entsteht. Der Durchmesser des Tunnels richtet sich nach dem Befestigungselement, meist ein Stab bzw. Rohr, das aus unterschiedlichen Materialien bestehen kann.
Kaltfolienveredelung
Die Kaltfolienveredlung wird rasterfein partiell oder flächig auf den Bedruckstoff aufgetragen. Unmittelbar danach erfolgt der Druck, oft noch in der gleichen Maschine. So ensteht zum Beispiel ein hochrealistisches Bild metalischer Objekte, da die hinterlegte Folie durch aufgedruckte Schattierungen und Konturen strukturiert wird.
Keder
Der Keder wird zur Montage von Bannern oder Stoffen in eine Kederschiene (Kederprofil) eingeschoben. Er kann entweder angeschweißt oder in einen Hohlsaum eingelegt werden. Es ist ein Durchmesser von 5 - 8 mm möglich. Bei angeschweißten Kedern ist zu berücksichtigen, dass ca. 30 mm weißes Schweißband im sichtbaren Bereichs des Motivs verbleiben.
Kunststoffösen
Transparente PVC-Ösen werden in vorgestanzte Löcher mittels Hochfrequenztechnik aufgeschweißt. Sie werden ein- oder beidseitig verschweißt und sind vor allem für Minibanner, die aus Mesh-Netzgewirk oder Vollplane bestehen, bestens geeignet.
Lackierung
Lacke versiegeln die Oberfläche und erhöhen die Kratzfestigkeit. Der Prozess geschieht meist in einem direkt angeschlossenes Lackwerk und ist damit eine der preisgünstigsten Veredelungstechniken. Es gibt sowohl den Hochglanz- als auch den Mattlack.
Laminieren
siehe Cellophanierung
Lasergravur/ Laserschnitt
Die vielseitige Lasertechnologie kann für Konturschnitte, aber auch für Musterstanzungen oder feine, in den Bedruckstoff geritzte Gravuren verwendet werden.
Metallösen
Die vernickelten Messing- oder Stahlösen werden in Mesh-Netzgittergewirke oder Vollplanen eingepresst. Es ist ein Durchmesser von 12 - 25 mm möglich. Auf Wunsch können auch Edelstahlösen verwendet werden.
Nuten
Im Gegensatz zur Rille wird bei der Nut eine Vertiefung in den Bedruckstoff gefräst. Hauptsächliche Anwendung findet diese Verarbeitung bei Pappen. Diese können dann leichter gebogen bzw. gefalzt werden.
Oesen
Ösen dienen zur Befestigung von Druckstoffen, z.B. für Vollplanen, Mesh-Netzgittergewirke oder Stoffe, die an Gerüsten oder anderen Halterungselementen angebracht werden sollen. Sie verstärken die vorher gestanzten Löcher um der Gefahr des Einreißens vorzubeugen. Sie können aus Metall oder Kunststoff bestehen (siehe auch Kunststoff- bzw. Metall-Ösen).
Partielle Lackierung
Wird wie ein Druckbild im Offset- oder Siebdruckverfahren aufgetragen. Somit werden nur bestimmte Bildelemente mit Lack überzogen. Der Lack kann auch auf neutralem Untergrund als eleganter Effekt eingesetzt werden.
Rillen
In das Papier oder den Karton werden Vertiefungen gepresst, damit Farb- und Papierbruch entlang der Falzkante vermieden wird.
Saum mit eingelegtem Gurtband
Bei dieser Konfektionierung wird die Stoffkante um das Gurtband gelegt und vernäht. Dies trägt zur Verstärkung des Gewebes bei.
Schmuckfarben
Diese Farben können im CMYK-Vierfarbdruck mit gutem Ergebnis simuliert werden. Sie kommen erst tatsächlich zum Einsatz, wo die Darstellungsmöglichkeiten des CMYK enden, z.B. bei Metallic-Farben.
Schneiden
Schneiden ist das mechanische Trennen eines Werkstoffes durch Druck. Es wirken dabei Scherspannungen.
Stahlstich
Der Stahlstich-Prägedruck ist ein Tiefdruckverfahren, das zu einem erhabenen, farbbrilliant deckenden Motiv führt. Durch ihre starke Pigmentierung werden auch helle Farben auf dunklen Bedruckstoffen enorm kontrastreich dargestellt.
Stanzung
Neben dem Laserschnitt sorgen Stanzformen für individuelle Formate und auffallend geschnittene Drucke. Es können Muster oder Sichtfenster gestanzt oder das gesamte Produkt auf Kontur gestanzt werden.
Struktur- und Effektlackierung
Diese Lacke erzielen Perlmutt- und Metalliceffekte oder imitieren Oberflächestrukturen. So wirkt zum Beispiel eine abgebildete Asphaltpiste oder ein Wassertropfen authentischer. Es kann partiell oder flächig lackiert werden.
Sublimationsdruck
Dieser chemische Durchdruck gibt das Motiv auf der Rückseite spiegelverkehrt voll wieder.
Säumen
Es wird zwischen einem geschweißten und einem genähtem Saum unterschieden. Beide verhindern das Ausfransen der Schnittkanten. Der genähte Saum wird bei Stoffmaterial ein- oder zweifach umgeschlagen und festgenäht. Der geschweißte Saum kommt bei Gewebekanten von Planen und Mesh-Netzgittergewirk zum Einsatz. Die Materialkante wird bei Vollplane umgelegt und angeschweißt. Bei Mesh-Netzgittergewirk wird entlang der Materialkante ein Saumband angeschweißt.